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Wie oft sollte man auf LinkedIn posten?

Mehr posten ist nicht das Ziel — regelmäßig posten schon. So findest du eine Frequenz, die du ein Jahr lang durchhältst.

The Blabigo Team 1 min read

Jeder LinkedIn-Ratgeber nennt eine Zahl. Dreimal pro Woche. Fünfmal. Täglich, wenn du es ernst meinst. Die Zahl ist der am wenigsten hilfreiche Teil des Rats, denn sie beantwortet eine Frage, die niemand wirklich hat.

Die eigentliche Frage lautet: Welche Frequenz hältst du zwölf Monate lang durch, ohne sie zu hassen?

Regelmäßigkeit schlägt Menge

LinkedIn belohnt Accounts, die verlässlich auftauchen. Nicht wegen eines geheimen „Konsistenz-Scores”, sondern aus einem viel banaleren Grund: Jeder Beitrag ist eine weitere Gelegenheit, gesehen zu werden — und wer dich wiederholt sieht, merkt sich deinen Namen. Wiedererkennung verwandelt Scrollen in Klicken.

Wer ein Jahr lang zweimal pro Woche postet, veröffentlicht rund 104 Beiträge. Wer fünf Wochen lang täglich postet und dann ausbrennt, kommt auf 35 — und verstummt danach. Das ist schlimmer, als nie angefangen zu haben, denn dein Publikum lernt, dass auf dich kein Verlass ist.

Bestimme deine Untergrenze, nicht dein Maximum

Frag nicht „Wie viel kann ich posten?”, sondern „Was schaffe ich auch in einem schlechten Monat?” Das ist deine Untergrenze. Die veröffentlichst du jede Woche, ausnahmslos. Alles darüber ist Bonus.

Für die meisten ist die ehrliche Untergrenze:

  • Ein Beitrag pro Woche, wenn Schreiben nicht zu deinem Job gehört
  • Zwei bis drei, wenn du gezielt eine persönliche Marke aufbaust
  • Täglich nur mit System — Themenvorrat, Schreibroutine oder ein Team

Keiner dieser Punkte hat mit dem Algorithmus zu tun. Es geht darum, ob du im März noch dabei bist.

Fang kleiner an, als du denkst

Wenn du bei null startest: acht Wochen lang ein Beitrag pro Woche. Mehr nicht. Acht Beiträge reichen, um zu lernen, worauf dein Publikum reagiert — und sind kurz genug, dass du sie wirklich zu Ende bringst. Fühlen sich acht Wochen leicht an, kommt der zweite Beitrag dazu.

Wer auf LinkedIn viele Follower hat, ist fast nie durch einen Monat aggressives Posten dorthin gekommen — sondern dadurch, jahrelang unauffällig präsent zu sein.

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